Das Konzept verbindet den Ladevorgang mit dem Einkauf und setzt damit auf Standorte, die regelmäßig frequentiert werden. Neben MPREIS-Filialen werden auch Standorte der Vertriebslinien T&G und miniM einbezogen. Besonders in ländlichen Regionen soll dadurch ein dichteres und einfach zugängliches Ladeangebot entstehen.

Ladeleistungen bis 400 kW

Technisch setzt Mer auf Schnellladestationen von Alpitronic. Je nach Standort und Anlage reichen die Ladeleistungen von 50 bis 400 kW. Damit deckt die eingesetzte Technik unterschiedliche Anforderungen vom beschleunigten Laden bis zum leistungsfähigen HPC-Laden ab. „Gemeinsam mit MPREIS bringen wir Ladeinfrastruktur dorthin, wo sie für die Menschen echten Nutzen stiftet – direkt an etablierte Nahversorgungsstandorte und in die Regionen“, erklärt Anton Achatz, Geschäftsführer von Mer Austria. Gerade im ländlichen Raum sei ein verlässliches und einfach zugängliches Ladeangebot ein wichtiger Faktor, um Elektromobilität breiter nutzbar zu machen.

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Für Betreiber von Elektrofahrzeugen liegt der praktische Vorteil solcher Standorte vor allem in der Verbindung von Lade- und Standzeit. Der ohnehin notwendige Einkauf kann für das Nachladen der Batterie genutzt werden. Bei entsprechend hoher Ladeleistung lässt sich auch während eines vergleichsweise kurzen Aufenthalts eine relevante Energiemenge aufnehmen. Wie schnell ein Fahrzeug tatsächlich lädt, hängt allerdings unter anderem von dessen maximaler DC-Ladeleistung, dem Batteriezustand und der verfügbaren Leistung am jeweiligen Ladepunkt ab.

Supermärkte werden zu Ladestandorten

Auch MPREIS sieht die Kombination von Nahversorgung und Ladeinfrastruktur als Teil der weiteren Entwicklung seiner Standorte. „Kundinnen und Kunden können ihren Einkauf erledigen und gleichzeitig ihr Fahrzeug schnell und unkompliziert laden“, sagt Mathias Mölk, Mitglied der MPREIS-Geschäftsführung.

Mit der Kooperation folgt das Unternehmen einem zunehmend verbreiteten Ansatz beim Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur: Ladepunkte werden dort errichtet, wo Fahrzeuge im Alltag ohnehin abgestellt werden. Für die Elektromobilität entsteht damit neben Ladeparks und Stationen entlang wichtiger Verkehrsachsen eine weitere Versorgungsmöglichkeit. Mer und MPREIS wollen den eingeschlagenen Ausbaukurs fortsetzen; weitere Standorte sind bereits in Umsetzung.