Mehr als 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche nutzte Texa auf der Automechanika, um sein breites Spektrum an Werkstatttechnologien zu präsentieren. Die Bandbreite reichte von Diagnose und Adas-Kalibrierung über Reifendruckkontrolle und Abgasanalyse bis zu Klimaservice und Lösungen für elektrische Antriebe. Dabei wird deutlich, wie stark sich die Anforderungen an Werkstätten verändern: Mechanische Arbeiten bleiben wichtig, gleichzeitig gewinnen Software, Daten, Fahrerassistenzsysteme und Hochvolttechnik an Bedeutung.

Drei Stufen für die Adas-Kalibrierung

Vision Check wird in drei Varianten angeboten. Bereits Vision Check Start ermöglicht eine präzise Positionierung entsprechend den herstellerspezifischen Vorgaben. Laser-Distanzmesser, Lasertargets an den Hinterrädern und eine automatische Höhenverstellung unterstützen den Techniker dabei. Digitale Tafeln im Maßstab 1:1 und entsprechendes Zubehör ermöglichen die Arbeit an mehr als 65 Marken und zahlreichen Modellen. Bei Vision Check Light kommt die von Texa entwickelte und patentierte Multi-Fix-Technologie hinzu. Hochauflösende Kameras kommunizieren dabei mit speziellen Targets. Vertikale und horizontale Verschiebungen sowie die Rotation des Systems werden softwaregestützt ausgeführt. Die umfangreichste Variante Vision Check Plus erweitert das Konzept schließlich um die Achsvermessung. Sechs hochauflösende Kameras erfassen gemeinsam mit vier an den Rädern montierten Messtafeln die Fahrzeuggeometrie. Gemessen werden Spur, Fahrachswinkel, Sturz und Nachlauf. Die ermittelten Werte lassen sich mit den Herstellervorgaben vergleichen. Nach den notwendigen Einstellungen erstellt das System einen Bericht mit den Messwerten vor und nach der Arbeit.

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KI wird zum Diagnoseassistenten

Auch bei der Fahrzeugdiagnose setzt Texa auf eine stärkere Verzahnung von Software, Daten und Werkstattwissen. Die Mehrmarken-Diagnosesoftware Idc6 wird dazu um Funktionen der künstlichen Intelligenz erweitert. Grundlage sind unter anderem Diagnosedaten, technische Dokumentationen, bekannte Problemlösungen, Erfahrungen aus dem Callcenter sowie integrierte Datenbanken. Das über mehr als 30 Jahre aufgebaute Wissen soll damit an einer zentralen Stelle verfügbar werden.

Neu hinzugekommen sind unter anderem AI Global Search und AI Smart Diagnosis. Global Search durchsucht die Texa-Datenbestände nach Informationen zu einem konkreten Fahrzeugproblem. Smart Diagnosis begleitet dagegen den Diagnoseprozess von der automatischen Fahrzeugauswahl über die Analyse der Steuergeräte bis zur Fehlersuche und schlägt mögliche Lösungen vor. Parallel baut Texa den Zugriff auf geschützte Fahrzeugsysteme aus. Über Idc6 können Werkstätten Secure Gateways verschiedener Hersteller authentifiziert entsperren. Neu hinzugekommen ist laut Texa unter anderem Tesla.

Neue Aufgaben rund um Elektrofahrzeuge

Mit EV Pluri Check entwickelt Texa ein Gerät zur Überprüfung der Isolation von Hochvolt-Stromkreisen bis 1.200 Volt Gleichspannung und zur Überwachung von Ableitströmen.

Mit Fluid Check hat Texa für Werkstätten des Volkswagen-Konzerns ein tragbares Prüfgerät entwickelt, das Zustand und Beschaffenheit des Kühlmittels analysiert. Eine Probe wird auf eine Einwegelektrode gegeben und in das Gerät eingesetzt. Nach 90 Sekunden liegt das Ergebnis vor.

Reifen- und Abgasdiagnose

Neben neuen Themenfeldern entwickelt Texa auch klassische Werkstattbereiche weiter. Tps 3 ist für das Reifenmanagement und die Diagnose von Reifendruckkontrollsystemen ausgelegt. Mehr als 30 Funktionen reichen von der Sensorprogrammierung bis zur Dokumentation. Über eine integrierte Kamera können Auffälligkeiten am Fahrzeug erfasst und einem Rdks-Bericht zugeordnet werden.

Für die Abgasuntersuchung präsentierte Texa den Partikelzähler Np 02. Das Gerät arbeitet mit einem Diffusion-Charging-Sensor und erfasst Partikel im Größenbereich von 23 bis 200 Nanometern. Ergänzt wird das Programm durch den Drehzahlmesser Rc4, der speziell auf die Anforderungen von Prüfstellen zugeschnitten ist und zugleich als Obd-Diagnosegerät eingesetzt werden kann.

Einen anderen Ansatz verfolgt Texa mit dem Smart Check. Eine Obd-Schnittstelle im Fahrzeug ist mit einer App verbunden. Tritt eine Unregelmäßigkeit auf, kann das System aus der Ferne die Steuergeräte auf Fehler überprüfen und das Ergebnis an die Werkstatt übermitteln.