Bridgestone plant Werksschließung in Frankreich

Reifen
17.09.2020

 
Bridgestone kündigt Projekt zur Einstellung der Tätigkeiten im Werk Bethune in Frankreich an. Bis zu 863 Mitarbeiter könnten betroffen sein.

Bridgestone muss nach eigenen Angaben auf die herausfordernde langfristige Entwicklung auf dem europäischen Pkw-Reifenmarkt mit strukturelle Maßnahmen reagieren, um den Abbau seiner Produktionsüberkapazitäten sicherzustellen und die Kosteneffizienz zu verbessern. Nach Prüfung aller potenzieller Optionen kündigte das Unternehmen während einer außerordentlichen Betriebsratssitzung seine Beabsichtigung an, alle Aktivitäten im Werk Bethune (Frankreich) einzustellen. Dies sei der einzig mögliche Weg, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bridgestone Betriebe in Europa zu sichern. Das Vorhaben könnte 863 Mitarbeiter betreffen. Bridgestone sei sich der sozialen Auswirkungen des Projekts in vollem Umfang bewusst und verpflichtet sich, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um Unterstützungspläne für jeden Mitarbeiter aufzustellen.

Das Volumen des Pkw-Reifenmarktes hat sich in den letzten Jahren stabilisiert (durchschnittliches jährliches Wachstum < ein Prozent), während der Wettbewerb durch asiatische Low-Cost-Marken weiter zunimmt (Anstieg des Marktanteils von sechs Prozent im Jahr 2000 auf 25 Prozent im Jahr 2018), was zu allgemeinen Produktionsüberkapazitäten führt. Dies hat zu einem Druck auf Preise und Margen sowie zu Überkapazitäten im Segment niedriger Felgendurchmesser geführt, da die Nachfrage im LRD-Bereich zurückgegangen ist. Das Bridgestone-Werk in Bethune ist innerhalb der gesamten europäischen Unternehmenspräsenz das am wenigsten gut positionierte und am wenigsten wettbewerbsfähige - schreibt Bridgestone.