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Axalta setzt auf Digitalisierung

17.05.2017

Der Lackhersteller Axalta rüstet sich für die Zukunft. Das bedeutet vor allem Digitalisierung, um Arbeitsprozesse zu optimieren, Fehler zu reduzieren und Kosten zu senken.

Je smarter das Auto, desto weniger Umsatz für Kfz-Lackierer. Denn die Hersteller wollen vor allem dank immer mehr Assistenzsystemen die Unfallzahlen senken. Ergo: Weniger Arbeit für die Lackierbetriebe. Bei Axalta macht man sich schon heute über die Zukunft der Lackierbetriebe Gedanken. Denn eines ist sicher, wie Peter Kalina, Country Business Manager Axalta, erklärt: „Solange es Autos gibt, gleich ob sie selbst fahren oder von Menschen gelenkt werden, wird die Farbe ein entscheidendes Verkaufsargument sein, wird es Autolacke geben.“ Genauer gesagt: mehrschichtige oder strukturierte Lackaufbauten, exklusive Effekte und mehr als 1.200 neue Farbtöne jährlich. Die Designer bei den Automobilherstellern sorgen für steigende Herausforderungen. Um als Lackierbetrieb trotzdem wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Betriebe aber besser heute als morgen umdenken und umstellen. „Die meisten heimischen Lackierbetriebe sind handwerklich orientiert. Aber wir sind bereits mitten drinnen in einer digitalen Revolution, der sich auch noch so gute Lackierer nicht verwehren sollten“, sagt Kalina weiter und bringt es knallhart auf den Punkt: „Sogar kundenseitig wird ein Mehr an Digitalisierung gefordert. Wer jetzt nicht umstellt, der bleibt über.“

DIGITAL GENIAL?

Aber was heißt Digitalisierung überhaupt? Es fängt schon bei einer modernen und auf den gesamten Betrieb abgestimmten IT-Infrastruktur mit betriebsweitem WLAN an. Wer seine Arbeitsprozesse beschleunigen möchte, nutzt das elektronische Farbmessgerät, das sich drahtlos mit dem Computer im Farbmischraum verbindet. Die Messung wird verarbeitet und mit der digitalen, cloudbasierten und weltweit stets aktuellen Farbtonsammlung abgeglichen. Der zur Messung am besten passende Farbton wird definiert und kann wahlweise manuell oder ebenfalls vollautomatisch (z. B. mit einem Daisy Wheel) ausgemischt werden. Praktischer Nebeneffekt: Jede Messung ist abgespeichert. Klingt alles super, aber wie schaut es mit den Kosten aus? „Die Anschaffungskosten werden manchmal als Ausrede genommen. In Summe kostet es mehr, ein Auto neu zu lackieren, als eine solide, zukunftssichere IT-Basisausstattung anzuschaffen“, sagt Kalina. Axalta wird in naher Zukunft das Geschäft mit der Hardware an einen professionellen Partner abgeben, der ein maßgeschneidertes Full-Service- Paket mit IT-Infrastruktur und IT-Dienstleistungen für Lackierbetriebe anbieten wird. Harald Dögl, Produkt Manager Axalta, erklärt die Hintergründe: „Wir haben im Jahr geschätzt über 3.000 Stunden für IT-Support bereitstellen müssen. Unsere Kernkompetenzen sind aber unsere Produkte und deren Anwendung sowie der Lackierprozess als Ganzes. Dieser beginnt optimalerweise schon bei der Reparaturannahme. Darauf werden wir uns in Zukunft wieder konzentrieren und unsere Kunden unterstützen, den Reparaturprozess effizient, wirtschaftlich und hochqualitativ durchzuführen.“

Autor/in:
Philipp Bednar
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