Direkt zum Inhalt
Der RFID-Chip ist klein, leicht, robust und wird direkt in den Reifen einvulkanisiert.

Michelin: Chiptuning für Reifen

10.12.2020

Mit RFID-Chips will der französische Hersteller die Fahrerlebnisse verbessern, für Sicherheit sorgen und Werkstätten helfen.

Die Digitalisierung kennt keine Grenzen. Michelin will alle seine Pkw-Reifen bis 2023 verneutzen. Und zwar mit RFID-Chips. Diese sind einvulkanisiert in den Reifen und können - ähnlich einer Tankanzeige - Infos vom Reifenzustand an das Fahrzeug melden. Doch die Integration von RFID-Technologie in Reifen kann noch mehr. Insbesondere ermöglicht diese Technologie ein verbessertes Reifenmanagement über seine gesamte Lebens­dauer betrachtet, angefangen ab Werk bis zum Ende des Reifenle­bens, und signalisiert den im Auto verbauten Wartungssystemen frühzeitig den Zustand des Autoreifens. Auch in der Erstausrüstung eröffnet der RFID-Einsatz viele neue Möglichkeiten.

Die Zustandsüberwachung wird insbesondere bei zuneh­mend automatisiert fahrenden Fahrzeugen immer wichtiger werden. Bereits seit Mitte 2019 liefert Michelin Teile seiner Pkw-Pneus mit Chips aus. Der Vorteil der RFID-Technologie liegt darin, dass sie eine relativ kostengünstige Möglichkeit zur Identifizie­rung von Reifen während ihrer gesamten Lebensdauer darstellt und im Vergleich zu vielen anderen intelligenten Sensoren sehr robust ist.

Vorteil für Händler und Werkstätten

Ein Vorteil der RFID-Technik in der Werkstatt ist die Vermeidung der Fehlmontage beim Reifenwechsel, da jeder Chip seine individuelle Kennung trägt. Dank der Reifenidentifikation mithilfe des RFID-Chips kann die korrekte Reifendimension über die Fahrzeugelektronik an den Board-Computer übermittelt werden. Im Falle einer Fehlmontage zeigt der Board-Computer eine entsprechende Warnung an. Somit spart der Monteur Zeit, denn er bekommt beim Auslesen des RFID-Chips die Reifendaten direkt über den Screen des RFID-Lesegeräts angezeigt und muss diese nicht per Hand und Auge checken. Schließlich können Lagerbestände durch das schnelle Auslesen der Reifendaten effizienter kontrolliert und der Bedarf an Neureifen somit einfacher angepasst werden.

Werbung

Weiterführende Themen

Dank niedrigerem Rollwiderstand bringen spezielle Reifen für Elektro-Fahrzeuge eine bis zu acht Prozent größere Reichweite.
Aktuelles
01.06.2021

Die E-Autohersteller rüsten ihre Modelle mit Reifen aus, die speziell auf niedrigen Rollwiderstand optimiert sind. Solche Reifen empfehlen die Experten des TÜV SÜD auch bei Ersatzbedarf.

Das Büro in Düsseldorf wird zum Hauptquartier von Yokohama Europe.
Aktuelles
26.05.2021

Nach dem Rückzug aus Österreich mit eigenem Büro, stellt sich der japanische Reifenhersteller europaweit neu auf. 

Karsten Wiebking, Leiter Contiacademy
Aktuelles
06.05.2021

Fort- und Weiterbildung ist gerade in der Reifenbranche unerlässlich. Die Contiacademy kann eine ortsungebodene Lösung sein.

Aktuelles
14.04.2021

Mehr als die Hälfte der europäischen Autofahrer mit Ganzjahres-Reifen wählen diese aus einem simplen, jedoch nachvollziehbaren Grund.

Florent Menegaux, CEO Michelin Gruppe
Aktuelles
12.04.2021

Der französische Reifenhersteller stellt sich für die Zukunft breiter auf. Das Reifengeschäft bleibt aber erhalten. 

Werbung