Direkt zum Inhalt

Woraus besteht eigentlich ein Auto?

02.12.2004

Ein Auto besteht aus rund 10.000 Einzelteilen aus unterschiedlichsten Materialien.
Verwendet werden vor allem Metalllegierungen aus Eisen - und Aluminium.

Ein Auto mit einem Leergewicht von einer Tonne besteht aus ca. 600 kg Stahl, 10 kg Gusseisen und 90 kg Aluminium. Reines Eisen ist sehr weich und deshalb für den Fahrzeugbau ungeeignet. Durch den Entzug von Kohlenstoff bei der Verhüttung wird es gehärtet und zu Stählen mit unterschiedlicher Festigkeit verarbeitet. Stahl ist der wichtigste Werkstoff im Automobilbau und wird es auch noch lange Zeit bleiben. Stahl besitzt eine große Vielfalt von technischen Eigenschaften, die speziell für Anwendungen in Karosserie, Fahrwerk usw. maßgeschneidert werden. Stahl hat sehr gute Verarbeitungseigenschaften, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und gute Recyclingmöglichkeiten.

Leichtbaukonzepte sind gefragt
Um die gesteckten Ziele bezüglich Verbrauch und CO2-Emissionen zu erreichen, werden die Verbrennungsmotoren optimiert und die Autos müssen leichter werden. 100 Kilogramm weniger Fahrzeuggewicht verringern den Treibstoffverbrauch um ca. 0, 6 Liter/100 km. Diesen Bemühungen zur Gewichtsverminderung stehen steigende Sicherheits- und Komfortansprüche und eine zunehmende Anzahl Elektronikkomponenten gegenüber, die ganzheitliche Maßnahmen zur Verringe-rung des Fahrzeuggewichts fordern. Die Leichtbaukonzepte setzen sich im Automobilbau auf breiter Ebene durch. Eine wesentliche Grundlage für das Verringern des Bauteilgewichts und somit des Treibstoffverbrauchs, sind Stähle mit höherer Festigkeit, die gegenüber konventionellen Qualitäten eine Verringerung der Blechdicke bei gleich bleibender Strukturfestigkeit und verbessertem Crashverhalten aufweisen. Der Anteil solcher geschweißter Platinen oder „Tailored Blanks“ liegt bei aktuellen Fahrzeugen gegen 50%. „Tailored Blanks“ werden aus Feinblechen unterschiedlicher Festigkeitseigenschaften und Materialdicken, je nach Betriebsbeanspruchung, zu Komponenten der Automobilkarosserie zusammengefügt. Dadurch werden Material- und Gewichtsein-sparungen bis zu 20% erzielt.

Magnesium wieder entdeckt
Nebst dem zukunftsträchtigen Aluminium wurde im Automobilbau Magnesium wieder entdeckt. Dieses Metall (mit der Dichte 1.74 kg/dm3) ist ein Drittel leichter als Aluminium und um 77 Prozent leichter als Stahl. Es wurde bereits in vielen Fahrzeugen für die Herstellung von Motor- und Getriebegehäusen verwendet. Mit Magnesium können auch komplexe, filigrane Bauteile gegossen werden. Die neuen Magnesium-Blechqualitäten und Umform-Technologien machen nun auch den Einsatz von Magnesium-Feinblechen im Fahrzeugbau möglich. Magnesium ist der leichteste metallische Konstruktionswerkstoff.

Autor/in:
Redaktion KFZ Wirtschaft
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
28.10.2020

Die Porsche Bank startet diese Woche mit dem "autoabo" - einem flexiblen All-Inclusive-Modell in vier Fahrzeugklassen.

Im Bild (v.l.): Josipa Basta (Personalmanagerin bei der Robert Bosch AG), Bundesministerin Leonore Gewessler und Tamara Pinterich (Software-Programmiererin bei Bosch)
Aktuelles
28.10.2020

Gerade in der Technik kämpfen Frauen immer noch mit manchem Vorurteil. Umso wichtiger ist es, ein Zeichen zu setzten: Die Robert Bosch AG wurde jetzt für besondere Förderung weiblicher ...

Luca de Meo, CEO der Groupe Renault
Aktuelles
28.10.2020

Die Coronakrise ist spürbar, hilft aber einem Modell dramatisch zu wachsen.

Aktuelles
28.10.2020

NGK veröffentlicht neun Zündkerzen für den Pkw-Bereich.

Die Umstecksaison nutzen und eine Sichtkontrolle des Fahrwerksmachen.
Aktuelles
28.10.2020

Bilstein rät Werkstätten die Reifenumstecksaison für optische Fahrwerkchecks zu nutzen. Denn die Autos werden älter und die Fahrwerksdefekte können zunehmen. 

Werbung